Das Judentum

Die jüdische Gemeinde spielte eine bedeutende Rolle in der Geschichte Leipzigs – nicht nur bei der Entwicklung als Messestadt. Begleiten Sie uns auf einen Rundgang durch die Geschichte des Judentums in Leipzig. Im Zentrum stehen das Mahnmal der zerstörten Großen Synagoge sowie das heutige jüdische Leben.

Adresse

  • Mahnmal der ehemaligen Großen Gemeindesynagoge: Ecke Gottschedstraße/Zentralstraße, 04109 Leipzig
  • Synagoge der Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig: Keilstraße 4, 04105 Leipzig

Anfahrt

  • Mahnmal der ehemaligen Großen Gemeindesynagoge: Tramlinien 1, 2, 14: Haltestelle "Gottschedstraße" oder Tramlinie 9: Haltestelle "Thomaskirche"
  • Synagoge der Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig: Haltestelle "Goedelerring"

Weiterführende Links

Barrierefreiheit

Am Mahnmal finden Sie eine Tafel. Sie bietet in Blindenschrift einige Erklärungen und gibt den Grundriss des Platzes wieder. Das Plateau des Mahnmals können Sie über eine Rampe erreichen. Die Abstände zwischen den Stühlen selbst sind jedoch eng bemessen. Die Haltestelle Gottschedstraße ist barrierefrei gestaltet. Die Synagoge Keilstraße ist nicht barrierefrei zugänglich, da sich im Eingangsbereich Stufen befinden. Der Zugang zur Frauenempore ist nur über eine Treppe möglich.

Anwesenheit in der Abwesenheit – Das Synagogendenkmal

"... Aus Ligustersträuchen hebt sich ein Plateau mit Stühlen. Die niedrige Mauer um die Sträucher zeigt den Grundriss der ältesten Synagoge Leipzigs an, die an diesem Ort bis zu Ihrer Zerstörung 1938 stand. […] Die unbesetzten Stühle verdeutlichen, dass die Menschen fehlen, die auf diesen Stühlen gesessen haben. Das erinnert an die Deportation und Ermordung der Jüdinnen und Juden in Konzentrations- und Arbeitslagern..."

Handel, Edikte, Vertreibung – Eine bewegte Geschichte der Leipziger Juden

"... In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde Leipzig zu einem der großen europäischen Handelszentren. Auch die international gut vernetzten jüdischen Handelshäuser haben diesen Aufstieg unterstützt..."

Wo Menschen schockeln – Der jüdische Gottesdienst

"... 'Schabbat Shalom! – Einen friedlichen Sabbat!'. Mit diesen Worten begrüßen sich Jüdinnen und Juden traditionellerweise am Schabbat. Der Schabbat ist der Ruhetag der jüdischen Woche. Er beginnt Freitagabend und endet Samstagabend jeweils mit Sonnenuntergang. Üblicherweise treffen sich die Gläubigen zum Schabbat vier Mal in der Synagoge..."